Pferde im Straßenverkehr PDF Drucken E-Mail
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Geschrieben von: Ute   
Sonntag, 12. September 2010 um 00:00

... Pferdeliebe ...

... sind empfindsame und scheue Verkehrsteilnehmer!

Diese Nachricht ...

http://www.oberberg-aktuell.de/index.php?id=70&tx_ttnews[tt_news]=113625&cHash=4bebfb40e9

... hat mich dazu gebracht, einen Blogbeitrag über die Wahrnehmung von Pferden im Straßenverkehr zu schreiben und eindringlich an alle Verkehrsteilnehmer zu appellieren:

Pferde sind empflindliche, scheue Fluchttiere und dürfen nicht auf nervtötende Verkehrshindernisse reduziert werden!

Bei der Durchsicht der Kommentare des o. g. Artikels fällt mir auf, dass fast alleSchreiber anprangern, dass die Kinder ohne Sattel ritten. Als hätte ein Sattel irgendetwas geändert ... Was aber etwas geändert hätte, wäre, wenn Pferde endlich als vollwertige Verkehrsteilnehmer im  Straßenverkehr respektiert würden!

Ich finde es unverantwortlich, dass sich andere Verkehrsteilnehmer bei Pferden im Straßenverkehr nicht zurück nehmen. Ich habe es oft genug erlebt wie sich weder PKW- noch Motorrad- noch LKW-Fahrer dafür interessieren, ob ein Pferd am Straßenrand geritten oder geführt wurde.

Zu Fahrrädern werden größere Sicherheitsabstände als zu Pferden eingehalten. Pferde werden von den anderen Verkehrsteilnehmern, wenn überhaupt, dann nur als lästiges
Verkehrshindernis wahrgenommen. Vereinzelt habe ich sogar den Eindruck, dass sich besonders rabiate Nicht-Pferde-Verkehrsteilnehmer darüber freuen, wenn sie es geschafft haben, ein Pferd zum Scheuen gebracht zu haben.

Eine Verantwortung besteht allen Verkehrsteilnehmern gegenüber und wenn ich sehe, dass sich eine Gruppe von Kindern auf ihren Ponies am Straßenrand bewegt, dann habe ich verdammt noch mal das Tempo zu drosseln, einen großen Sicherheitsabstand zu wählen und muss in Bremsbereitschaft sein. Insbesondere dann, wenn ich ein lautes,  ratterndes Fahrzeug führe, bei dem womöglich auch noch Planen flattern.

Genau so eine Situation wie die bedauernswerten Kinder in Wiehl habe ich selbst als Kind im pferdegeprägten Münsterland erlebt. Auch ich war mit meinem Pony auf dem Standstreifen einer Landstraße unterwegs als ein LKW von hinten extrem eng an mir und meinem Shetty vorbei brauste. Gott sei Dank hatte mein Shetty keine Angst, er rettete mein Leben, indem er stieg und mich damals in den Graben außer Reichweite des LKW beförderte. Hätte mein Pferd weniger Herz gehabt, wäre ich unter dem LKW gelandet.

Die Kinder in Wiehl hatten nicht so viel Glück. Sie wurden von dem nachfolgenden PKW erfasst wurden. Hoffentlich werden sie wieder vollständig gesund!

Ich bitte euch, liebe Leser und Pferdefreunde: Leistet in eurem Bekanntenkreis Aufklärungsarbeit, sprecht mit allen Menschen, die kein Gespür für Pferde haben und weckt  Sensibilität für den Umgang mit Pferden im Straßenverkehr.

Herzlichen Dank!

Eure Ute

Kommentare

avatar Alexander
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... kann ich nur bestätigen. Manche Autofahrer verhalten sich unglaublich dumm, wenn sie Pferden im Straßenverkehr begegnen. Nicht nur dass sie häufig viel zu dicht vorbeifahren, zu allem Überfluss gibt es dann auch noch die Spinner, die dabei noch Hupen oder aus dem geöffneten Fenster dämliche Kommentare abgeben.
Was den meisten wahrscheinlich gar nicht klar ist, ist die Tatsache, dass ein solches Verhalten nicht anders zu bewerten ist als ein direkter körperlicher Angriff mit Körperverletzung.
Da Pferde immer seltener im Straßenverkehr zu sehen sind, bleibt es also unsere Aufgabe Freunde und Bekannte auf das richtige Verhalten in solchen Situationen hinzuweisen.
avatar Alvin
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ist schon richtig, das wenn ein Pferd auf der straße ist, die Auto, LKW und Motorradfahrer rücksicht zu nehmen haben. Ich muss aber sagen, das meiner Meinung nach ein Pferd nicht auf die Straße gehört, weil es dafür einfach zu langsam ist und ein zu großes Hindernis und eine zu große Gefahr darstellt. Diese Kutschtenfahrte n, wie es sie z.B. hier in Berlin gibt, sollten gelassen werden, wenn Leute romantisch Kutsche fahren wollen, dann nicht die Friedrichstraße zur Hauptverkehrsze it, sondern in Brandenburg einen schönen Waldweg entlang. Das schont Pferd und Autofahrernerve n.
avatar Ute
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... in Wien ist es völlig normal, dass Viaker zum Straßenbild gehören. Kein Mensch stört sich daran, dass die Kutschen langsamer sind ... Viel ist sicher auch Gewohnheit.

Was ich bemängele ist diese Irgnoranz, teilweise schon richtiges Rowdietum gegenüber Pferden. Wie oft bringe ich Pferde auf die Weide und die Stoßstange des folgenden Fahrzeugs sucht annähernd Kontakt zu den Sprunggelenken der Pferde?
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